Stressvermeidung
Stress verstehen, erkennen und bewältigen
Stress verstehen
Markus liegt mit Silke am Strand und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen;
es ist nicht zu heiß, ein leichter Wind kräuselt die Wellen, ein paar Möwen ziehen ihre Runden.
Plötzlich springt Silke auf: "Eh, es ist eins. Zeit zum Mittagessen!"
Markus stöhnt: "So ein Stress!"
Ist Markus wirklich gestresst? Wir wissen es nicht, denn Stress ist etwas ganz Individuelles. Jeder würde hier eher verneinen, denn im Vergleich zu einer Prüfungsvorbereitung kann das ja kaum eine Stresssituation sein. Und dennoch: Wir wissen nicht, wie und was Markus die Tage und Wochen davor erlebt hat, und was sich bei ihm inzwischen alles "angesammelt" hat.
Stress ist ein lebenswichtiger Vorgang, der untrennbar mit (Über-)Leben verbunden ist und einen ganz natürlichen Reaktionsmechanismus darstellt. Unseren Vorfahren sicherte dieses Stress-Reaktionsmuster das Überleben unter feindlichen Umweltbedingungen. Im heutigen Alltag geht es glücklicherweise nur noch selten ums nackte Überleben. Die Stressoren sind subtiler geworden. Wir merken nicht einmal, dass ganz automatisch nach einem bestimmten Muster Reaktionen auf Stresseinflüsse in uns ablaufen:
Ist Markus wirklich gestresst? Wir wissen es nicht, denn Stress ist etwas ganz Individuelles. Jeder würde hier eher verneinen, denn im Vergleich zu einer Prüfungsvorbereitung kann das ja kaum eine Stresssituation sein. Und dennoch: Wir wissen nicht, wie und was Markus die Tage und Wochen davor erlebt hat, und was sich bei ihm inzwischen alles "angesammelt" hat.
Stress ist ein lebenswichtiger Vorgang, der untrennbar mit (Über-)Leben verbunden ist und einen ganz natürlichen Reaktionsmechanismus darstellt. Unseren Vorfahren sicherte dieses Stress-Reaktionsmuster das Überleben unter feindlichen Umweltbedingungen. Im heutigen Alltag geht es glücklicherweise nur noch selten ums nackte Überleben. Die Stressoren sind subtiler geworden. Wir merken nicht einmal, dass ganz automatisch nach einem bestimmten Muster Reaktionen auf Stresseinflüsse in uns ablaufen:
- Wahrnehmung und Orientierung: In nicht mal Zehntelsekunden entscheidet das Gehirn, ob die Situation für das Wohlergehen bedrohlich ist. Wenn ja, setzt es alles daran, den Organismus zu aktivieren.
- Alarmierung: Die Wahrnehmungen und Körperfunktionen werden so gesteuert, dass alle Energien auf Abwehr der Gefahr oder Flucht ausgerichtet sind. Über Nervenleitungen wird die Nebenniere angeregt, die Hormone Adrenalin und Noradrenalin vermehrt auszuschütten. Sie gelangen in den Blutkreislauf und beschleunigen den Herzschlag, der Blutdruck steigt. Zucker- und Fettreserven werden mobilisiert und den Muskeln als zusätzliche Energiereserve zugeführt. Eine vermehrte Zahl roter BLutkörper erhöht das Sauerstoffangebot. Der Blutgerinnungsfaktor wird erhöht, Verdauungsprozess und Sexualfunktion werden vorübergehend ausgeschaltet. Der Organismus ist nun für die aktive Auseinandersetzung mit der bedrohlichen Situation optimal gerüstet.
- Anpassung: Ist der Stress nicht zu hoch, passt sich der Organismus der neuen Situation an. Erregung und Belastbarkeit nehmen (meist allerdings nur über einen bestimmten Zeitraum) zu. Richtig dosiert kann Stress sogar positive Seiten haben. Er spornt uns an zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen und fördert die Weiterentwicklung. Stress nimmt also nicht nur Kraft, sondern ist auch eine wichtige Quelle für Erfolgserlebnisse, Vitalität, Glücksempfinden und Zufriedenheit.
- Erholung: Wurde die Stresssituation bewältigt, tritt die Erholungsphase ein, in der neue Kräfte gesammelt werden.
- Überforderung: Wenn der Stress zu viel wird und/oder die Erholungszeiten zu kurz sind, erfolgen die Alarmreaktionen immer schneller, stärker und länger andauernd, auch auf minimale Stressoren hin (wie der plötzliche Ruf zum Mittagessen!). Der Körper hat auf Daueralarm geschaltet. Nicht immer können wir im Alltag optimal auf Stresssituationen reagieren und die mobilisierten Energien durch aktives Handeln abbauen.
- Erschöpfung: Wenn wir häufiger auf dem aufgebauten Energie- und Erregungspotenzial sitzen bleiben, steigert sich diese Erregung immer mehr und wir fühlen uns gestresst, genervt, schlapp oder gar krank. Die Belastbarkeit hat ihren Tiefpunkt erreicht. Ein angemessenes Verhalten ist nicht mehr möglich.
- Nrvende Kleinigkeiten: Oft sind es die kleinen Dinge im Alltag, die uns als Summe unterschwelliger Stressoren wie Reizüberflutung, andauernder Lärm, Lichtreflexe etc. nerven und solche Stresssituationen, bei denen die freigesetzte Energie nicht für Angriff oder Flucht verwendet werden kann. Auch hier entscheidet die persönliche Bewertung darüber, welche Situation als stressend erlebt wird. Was für den einen normaler Alltag ist, erlebt der andere als starke Belastung, ein dritter kommt dadurch erst so richtig in Schwung. Was uns gestern überhaupt nichts ausmachte, kann uns heute aus dem Gleichgewicht werfen. Sie müssen ein "Zuviel" nur rechtzeitig erkennen und danach handeln, bevor das Fass überläuft.
Stress erkennen
Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich Stress äußern kann. Die Reaktionen können sich auf vier Ebenen zeigen.
- Denken: Das schaffe ich nie! Auch das noch! Das geht eh schief! Leere im Kopf (Blackout). Konzentrationsmangel. Denkblockaden.
- Fühlen: Angst, Schreck, Panik, Nervosität, Verunsicherung, Gefühlsstau, Ärger, Wut, Gereiztheit
- Körper: Trockener Mund, Räuspern, Herzklopfen/Herzstiche, Blutdruckanstieg, Sodbrennen, Flaues Gefühl im Magen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schwitzen, Erröten, Kurzatmigkeit, Weiche Knie, Adern treten hervor, Engegefühl in der Brust, Kalte Hände und Füße, Blasses Gesicht, Starre Mimik, Zittern, Zähne knirschen, Schultern hochziehen, Verzerrtes Gesicht, Zucken, Spannungskopfschmerz, Rückenschmerzen, Faust ballen, Stottern, Nervöse Gestik
- Verhalten: Finger trommeln, Nägel kauen, Fuß wippen, Hastiges ungeduldiges Verhalten, Betäubungsverhalten (Rauchen, Essen, Alkohol, Medikamente), Unkoordiniertes Arbeitsverhalten, Konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen
Körperliches Leiden
Wenn Stresssituationen über längere Zeit anhalten, kann es zu körperlichen und psychischen Stresszeichen kommen:
- Verspannung der Skelettmuskulatur verursacht chronische Kopf-, Rücken-und Nackenschmerzen.
- freigesetzten Fette lagern sich an den Gefäßwänden als Cholesterin ab und begünstigen so das Verkalken der Gefäße (Arteriosklerose).
- Es kommt zu Veränderungen des vegetativen Nervensystems. Das bedeutet Überlastung des Kreislaufs, Erhöhung des Infarktrisikos, allgemeine körperliche Erschöpfung, Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten.
- Fehlende Erholung führt irgendwann zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, depressiven Verstimmungen, Ängsten, Gereiztheit und Aggressivität oder zu allgemeiner Nervosität und Schlafstörungen. Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit lässt sichtlich nach. Die Lebensfreude geht verloren.
Stress bewältigen
Ihr Denken bestimmt, wie Sie eine alltägliche Situation wahrnehmen und bewerten.
Und diese Bewertung wiederum bestimmt, was Sie empfinden und wie Sie sich verhalten werden.
Dass Sie Stress erleben, ist häufig auch einfach die Folge einer Fehlbewertung der alltäglichen Geschehnisse. Viele dieser Bewertungen haben Sie erlernt, sie sind zu Gewohnheiten geworden, über die Sie längst nicht mehr nachdenken. Einige, wie zum Beispiel persönliche Vorlieben, Abneigungen, Ängste, Hoffnungen und Wünsche hängen mit der Lebensgeschichte zusammen, mit Erfahrungen, die irgendwann im Leben gemacht wurden. Andere gehören zu den Selbstverständlichkeiten unserer Kultur, wie zum Beispiel das Leistungsprinzip oder der Mythos von der immerwährenden großen Liebe. Alle tragen sie dazu bei, dass bei manchen Menschen die Stressfalle im Kopf ständig vorhanden ist.
Sie müssen nicht blind und ungeschützt in jede Stressfalle hineintappen. Auf viele schwierige Situationen können Sie sich vorbereiten. Haben Sie wirklich schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft, Ihre körperliche und seelische Belastbarkeit zu verbessern und gegen Überforderung zu schützen? Haben Sie wirklich schon alles versucht, um sich nicht mehr so stark von Ereignissen oder anderen Menschen beeinträchtigen zu lassen, sondern selbstbestimmter und aktiver mit Ihrem Leben umzugehen?
Dass Sie Stress erleben, ist häufig auch einfach die Folge einer Fehlbewertung der alltäglichen Geschehnisse. Viele dieser Bewertungen haben Sie erlernt, sie sind zu Gewohnheiten geworden, über die Sie längst nicht mehr nachdenken. Einige, wie zum Beispiel persönliche Vorlieben, Abneigungen, Ängste, Hoffnungen und Wünsche hängen mit der Lebensgeschichte zusammen, mit Erfahrungen, die irgendwann im Leben gemacht wurden. Andere gehören zu den Selbstverständlichkeiten unserer Kultur, wie zum Beispiel das Leistungsprinzip oder der Mythos von der immerwährenden großen Liebe. Alle tragen sie dazu bei, dass bei manchen Menschen die Stressfalle im Kopf ständig vorhanden ist.
Sie müssen nicht blind und ungeschützt in jede Stressfalle hineintappen. Auf viele schwierige Situationen können Sie sich vorbereiten. Haben Sie wirklich schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft, Ihre körperliche und seelische Belastbarkeit zu verbessern und gegen Überforderung zu schützen? Haben Sie wirklich schon alles versucht, um sich nicht mehr so stark von Ereignissen oder anderen Menschen beeinträchtigen zu lassen, sondern selbstbestimmter und aktiver mit Ihrem Leben umzugehen?
Strategien
- Scrhitt 1: Neugierig sein auf neue Erfahrungen und den Entschluss fassen, etwas ändern zu wollen: Ich will und ich kann.
- Schritt 2: Stressquellen realistisch und nüchtern analysieren.
- Was sind die hauptsächlichen Stressfallen?
- Wann und wo treten sie auf?
- Was passiert genau (wer ist daran beteiligt)?
- Wie reagiere ich (Gefühle, Gedanken, Körperreaktionen, Verhalten)?
- Schritt 3:
- Was kann ich dagegen tun?
- Was will ich verändern, und welche Folgen erwarte ich von diesen Veränderungen?
- Wer oder was hindert mich daran, etwas zu verändern?
- Wie will ich künftig mit dem wirklich Nicht-Veränderbaren umgehen? Die notwendigen Veränderungen sorgfältig planen und dann konsequent verwirklichen:
- Was will ich jetzt tun, in welchen Schritten, mit oder ohne Hilfe anderer?
- Was will ich später tun?